Segnendes Gebet für jeden Barbara Brockhaus
Jul
Woran erkennen andere, dass du zu Jesus gehörst?
Bei der Fußball-WM sieht man immer wieder Momente, in denen Spieler nach einem Tor oder einem Sieg ihren Glauben zeigen: Sie zeigen auf den Himmel, knien nieder, beten oder machen ein Kreuzzeichen. Solche Gesten können ein starkes Zeichen sein. Sie zeigen: Hinter diesem Menschen steckt mehr als nur der sportliche Erfolg – er möchte Gott die Ehre geben. Und das ist etwas Wertvolles. Es braucht Mut, den eigenen Glauben öffentlich zu zeigen. Gleichzeitig stellt sich aber eine wichtige Frage: Reicht eine Geste allein aus? Reicht ein Zeichen nach einem Tor, ein Kreuz um den Hals oder ein Fisch-Aufkleber am Auto?
Jesus gibt seinen Jüngern vor seinem Weg ans Kreuz ein anderes Erkennungszeichen mit:
„Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ (Johannes 13,34)
Neu ist dabei nicht die Aufforderung zur Liebe – die Nächstenliebe war schon im Alten Testament bekannt. Neu ist der Maßstab: „Wie ich euch geliebt habe.“ Die Liebe Jesu wird zum Vorbild. Diese Liebe zeigt sich darin, dass Jesus nicht den eigenen Vorteil sucht, sondern dient. Er begegnet Menschen mit Würde, besonders den Schwachen und Ausgegrenzten. Er vergibt und trägt nichts nach. Bei der Fußwaschung kurz vor dem Vers macht er sichtbar: Liebe bedeutet, sich selbst zurückzunehmen und den anderen in den Mittelpunkt zu stellen.
Diese Liebe stellt auch uns Fragen:
- Wo kann ich dienen, statt nur auf mich zu schauen?
- Wo brauche ich mehr Geduld und Freundlichkeit?
- Wem kann ich vergeben oder neu begegnen?
Jesus sagt: Daran werden Menschen erkennen, dass ihr zu mir gehört. Nicht zuerst an äußeren Zeichen, Symbolen oder Worten, sondern daran, dass meine Liebe durch euer Leben sichtbar wird.