Mittwochsgedanke

Als ich Montagabend in die Gemeinderäume kam für die Vorstellung des Haushaltsplanes durch die Finanzdiakone Kathi Friesen und Ulrike Hochsprung, machte mich eine Sache fröhlich: Das Leben im Gebäude. Im Saal vorne fand eine bundesweite gestreamte Podiumsdiskussion statt zum Thema KI und Seelsorge (organisiert von und für katholische Gemeindereferenten). In der Scheune hinten lief die Generalprobe für die true story-Abende (die Jugendliche unserer Stadt mit dem Evangelium bekannt machen) – und in einem Gruppenraum gab es noch einen iranischen Hauskreis. Die Diskussion um die Zahlen unseres Gemeindehaushaltes, die mittendrin im Pavillon stattfand, erhielt so, fand ich, eine sehr passende Rahmung.

Unsere Gemeinde ist ein geistliches Zentrum, hier arbeiten Christen verschiedener Hintergründe gemeinsam an Gottes Reich. Hier wirkt Gott auf ganz unterschiedliche Weise. Hier treffen sich Menschen, die Impulse aufnehmen, Gemeinschaft genießen und gemeinsam Gott näher kommen wollen. Ja, wir müssen ab und zu auch über Zahlen, Spenden und Ausgaben reden. Aber es geht dabei letztlich nicht ums Geld, unsere Ausgaben sind Investitionen in Gottes Reich. Weil wir beschenkt worden sind, können wir etwas von dem, was uns anvertraut worden ist, weitergeben (5.Mose 16,10 und 17). Das ermöglicht es uns, am Westfalenweg 1a Angebote möglich zu machen, die Menschen berühren, gut tun und weiter bringen. Für viele ist die Christuskirche Gütersloh zu einem heiligen Ort geworden. Was für ein Privileg, keine leeren Räume verwalten zu müssen, sondern die Dynamik des Ortes genießen zu dürfen!

Ulrich Müller

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