Ukrainischer Bibelkreis
Feb
Wessen Zuversicht der HERR ist, der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. - Jeremia 17,7-8
Gestern Abend war mein Fahrrad festgefroren. Nach der Gemeindeleitungssitzung wollte ich nach Hause fahren, doch Lenker und Sattel waren von einer dicken Eisschicht bedeckt. Ich musste erst kratzen, bevor ich losfahren konnte.
Draußen ist es kalt und ungemütlich. Und doch steht die große Eiche auf unserem Gemeindehof ganz ruhig da. Sie trägt keine Blätter, aber sie lebt. Sie sammelt Kraft. Im Frühling wird sie neu austreiben, und im Herbst werden wieder viele Eicheln zu Boden fallen.
Das kann sie, weil sie gut verwurzelt ist. Egal ob Frost im Winter oder Hitze im Sommer – der Baum bleibt stehen und wächst weiter. Seine Wurzeln reichen tief genug, um auch schwierige Zeiten zu überstehen.
Diese Beständigkeit wünsche ich mir auch. Oft bin ich abgelenkt, beschäftigt und gestresst. Ich gehe in den vielen Aufgaben des Alltags unter und verliere Gott aus dem Blick.
Dabei ist es eigentlich einfach: Jeden Tag meine Wurzeln zu Jesus ausstrecken. Wenn ich das tue, kommen Ruhe und Klarheit von selbst. Dann verliert Stress seine Macht über mich und meine Sorgen werden leise.
Mein Gebet seit einigen Jahren ist deshalb: Richte meinen Blick aufs wesentliche. Auf dich. Amen.
Sprich dieses Gebet doch heute.
Jonathan Hellhammer