Mittwochsgedanke

Da Jesus ihren festen Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

…und er forderte den Gelähmten auf: Steh auf, nimm deine Trage und geh nach Hause!

Markus 2, 5+10+11

Vor gut zwei Wochen waren wir zum Gemeindeausflug im Wapelbad. Während des Stationsgottesdienstes haben wir drei Stationen/Begebenheiten aus Jesu Leben ganz praktisch miteinander erlebt.

Bei mir ist sehr eindrücklich die Szene in Erinnerung geblieben, in der die vier Männer ihren gelähmten Freund zu Jesu gebracht haben, damit der ihn gesund macht. Sie haben ihn auf einer Trage zu dem Haus geschleppt, wo Jesus predigte. Doch dort war es allerdings so voll, dass es für sie kein Durchkommen gab.

Deshalb stiegen sie mitsamt dem Freund auf der Trage aufs Dach, öffneten es und ließen ihn an Seilen herab. Jesus muss auch nicht erst nach ihrem Anliegen fragen. Denn ihm ist klar: die wollen, dass er ihren gelähmten Freund heilt!

Das macht Jesus auch. Der Gelähmte kommt durch Jesus wieder auf die Beine. Doch vorher ist noch das hier passiert: „Da nun Jesus ihren festen Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“

Jesus will hier aber etwas ganz anderes deutlich machen: *„*So wichtig Gesundheit für einen Menschen auch ist. Es gibt etwas, was noch entscheidender ist: nämlich, dass einem Menschen seine Sünden vergeben werden und er dadurch vor Gott bestehen kann!“ All seine Zeichen und Wunder haben letztlich den Zweck, dass Menschen ihn als Retter und Erlöser erkennen.

Manchmal sind wir der Gelähmte: Es gibt Zeiten, da sind wir blockiert. Wir kommen aus eigener Kraft nicht weiter. Uns fehlt die Energie, die Hoffnung oder die Gesundheit. Wir liegen da und brauchen andere, die den Weg mit/für uns gehen.

Wie gut ist es, Freunde zu haben, die einem helfen, wenn man in Not ist!

Wie gut ist es, wenn diese Freunde wissen, wer helfen kann!

Wie gut ist es, wenn sie sich auch von Hindernissen nicht davon abbringen lassen!

Manchmal sind wir die Träger: Kennst du jemanden, der gerade nicht mehr kann? Einen Menschen, der den Mut verloren hat? Die vier Männer zeigen uns, wie Glaube in Aktion aussieht. Sie tragen die Last für den anderen. Sie bringen ihn zu Jesus, als er selbst nicht mehr glauben oder hoffen kann.

Und das Wunderbare dabei ist, wenn ich jemandem helfe, dann bin ich nicht alleine. In der Gemeinde ist immer jemand da, den ich um Mithilfe bitten kann.

Und das Beste: Jesus kann beides – Sünden vergeben und heilen!

In diesem Sinne: Lasst uns gemeinsam als Gemeinde unterwegs sein – näher hin zu Jesus.

Euer Detlef Eifler